Nießbrauch: Bei diesem Wort dürften die meisten an die Schenkung einer Immobilie denken – etwa von Eltern an ein Kind, wobei jene aber das Recht auf mögliche Mieteinnahmen oder ein lebenslanges eigenes Wohnrecht behalten. Ein Nießbrauch ist aber auch mit Depots möglich, um Wertpapiere steuersparend zu übertragen. Das Steuerrecht sieht für Schenkungen persönliche Freibeträge vor, die sich alle zehn Jahre erneuern. Zudem verringern Erträge wie Dividenden oder Zinsen für Nießbrauch-Nehmer den zu versteuernden Wert des übertragenen Vermögens (Details dazu finden sich in dem anmeldepflichtigen Artikel "Lohnender Umweg", der in der Ausgabe 2/2019 von FONDS professionell erschienen ist). 

Wie hoch nun genau die Steuerersparnis ist, lässt sich mit einem neuen Tool berechnen, das das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) entwickelt hat und auf der eigenen Internetseite zur Verfügung stellt. Das schreibt das DIA in einer Pressemitteilung. Nutzer können demnach mit nur wenigen Eingaben – Alter und Geschlecht des Schenkers, das verwandtschaftliche Verhältnis zum Beschenkten und die durchschnittliche Wertentwicklung des Depots – ermitteln, wie hoch die maximale steuerfreie Schenkung und der damit verbundene Steuervorteil sind. (jb)