Zwischen der Finanzkrise und der Corona-Pandemie herrschten an den Kapitalmärkten außergewöhnliche Bedingungen: Zinsen und Inflation lagen nahe null, Energie und Kapital waren billig, Arbeitskräfte global verfügbar. Wer Aktienrücksetzer zum Einstieg nutzte, Bewertungen weitgehend ignorierte und Anleihen zur Absicherung beimischte, fuhr damit häufig gut.

Heute gilt von diesen Voraussetzungen kaum noch etwas. Historisch betrachtet ist das gegenwärtige Umfeld mit positiven Zinsen und höheren Inflationsraten zwar keineswegs ungewöhnlich. Neu ist es jedoch für viele Anleger, die erst nach 2009 an den Kapitalmarkt gekommen sind.

Ali Masarwah, Fondsanalyst und Geschäftsführer des Beratungshauses Envestor, hat für die Deutsche Börse sechs zentrale Veränderungen herausgearbeitet. Sie zeigen, weshalb Bilanzqualität und Bewertungen wieder wichtiger werden, klassische Mischportfolios nicht mehr automatisch schützen und selbst ein breit gestreuter Index keineswegs frei von konzentrierten Risiken ist – klicken Sie sich durch die Bilderstrecke. (mb)