Das europäische Fondsmodell UCITS ist ein weltweiter Exportschlager. Dies zeigt eine Analyse des Fondsvertriebs der Beratungsgesellschaft PwC Luxemburg, die einmal im Jahr erscheint. Der 20. Ausgabe des "Annual Global Fund Distribution Posters" zufolge kletterte 2019 die Zahl der grenzüberschreitend verkauften Fonds um fast drei Prozent auf 14.031. Die Zahl der Vertriebsregistrierungen über mehrere Länder hinweg kletterte um sieben Prozent auf 121.458. Der Großteil der Fonds, die grenzüberschreitend vertrieben werden, stammt aus Luxemburg. Mit deutlichem Abstand folgt Irland.


Einen Überblick über den grenzüberschreitenden Fondsvertrieb finden Sie in den Grafiken oben.


"Wir haben in den letzten zehn Jahren ein anhaltend rasantes Wachstum sowohl bei der Anzahl echter grenzüberschreitender Fonds als auch bei ihren Registrierungen erlebt, und trotz einer Verlangsamung im vergangenen Jahr zeigen die Gesamtzahlen, dass die Popularität von UCITS-Fonds weltweit ungebrochen ist", meint Robert Glover, Partner bei PwC Luxemburg. "Angesichts des Covid-19-Umfelds könnten wir im Jahr 2020 mit einer gewissen Rationalisierung rechnen. Aber die Manager drängen nach wie vor darauf, ihre Produkte in neuen Ländern auf der ganzen Welt zu vermarkten und zu vertreiben."

Heimstätten und heranwachsende Absatzmärkte
Unter den wichtigsten Absatzmärkten verzeichnete in Europa Norwegen den deutlichsten Zuwachs. Allein 2019 wurden hier 939 neue Cross-Border-Fonds zum Verkauf registriert. Im Asien-Pazifik-Raum nimmt diese Stellung Singapur mit 329 Neuzulassungen ein. In Amerika war Mexiko der Spitzenreiter mit 46, im Nahen Osten die Vereinigten Arabischen Emirate mit 39 und in Afrika Botswana mit 23 Neuregistrierungen. (bm/ert)