Knapp die Hälfte der Deutschen konnte in der Coronapandemie Geld auf die hohe Kante legen. Das beliebteste Sparziel spiegelt wider, was vielen in der Krise besonders gefehlt hat: Urlaub. Bald kann sich die Reiselust endlich wieder ungehindert Bahn brechen – und für einen Extra-Cocktail reicht das Geld dann auch: Eine Umfrage im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life zeigt, dass 14 Prozent der Sparer ihre Rücklagen für eine Urlaubsreise verwenden möchten. Zehn Prozent der Befragten wollen das Geld für die Altersvorsorge nutzen. 

Bei den Befragten zeigt sich ein deutlicher Unterschied im Spar- und Ausgabeverhalten hinsichtlich des Geschlechts und des Alters. 48 Prozent der Männer konnten während der Pandemie sparen, bei den Frauen waren es 43 Prozent. 14 Prozent der männlichen Sparer planen ihr Geld, in die Altersvorsorge zu investieren. Diese ist damit das zweibeliebteste Sparziel nach dem Urlaub. Bei den Frauen landet die Altersvorsorge hingegen auf dem letzten Platz. 

Junge Generation sorgt vor
Unter den Jüngeren gibt es mehr Sparer als unter den Älteren. So haben überdurchschnittlich viele der 18- bis 29-Jährigen Geld zurücklegen können, insgesamt 61 Prozent. In dieser Gruppe gaben 19 Prozent an, das Geld für den Ruhestand zurücklegen zu wollen. "Die Umfrage zeigt, dass die Menschen auch in der Pandemie an ihre Zukunft denken und ihre Altersvorsorge auf dem Schirm haben – gerade die Jüngeren. Schade ist allerdings, dass bei Frauen der Stellenwert der eigenständigen Altersvorsorge nicht besonders ausgeprägt ist", sagt Markus Drews, Managing Director von Canada Life Europe. (fp)