Die Frankfurter Bankgesellschaft betreut über ihre "Vermögensverwaltung für Sparkassen" (VVS) erstmals mehr als eine Milliarde Euro. Das teilt die Helaba-Tochter, die sich als "Privatbank der Sparkassen" bezeichnet, mit.

Die Frankfurter Bankgesellschaft verdient ihr Geld hauptsächlich mit Private-Banking-Dienstleistungen für kleinere Sparkassen, die kein eigenes Wealth Management vorhalten: Die Sparkassen führen der Bank wohlhabende Kunden zu, die mindestens eine Million Euro mitbringen. Im Gegenzug partizipieren sie an den Gebühren, die die Frankfurter Bankgesellschaft den Kunden in Rechnung stellt.

Mehr als 25 Millionen Euro zusätzliche Provisionserlöse
Die VVS funktioniert anders, sie dient quasi als Einstiegsprodukt ins Private Banking: Hier bietet die Frankfurter Bankgesellschaft den Sparkassen vor Ort eine technische Plattform, mit der sie eine eigene Vermögensverwaltung anbieten können – ab 250.000 Euro Mindestanlage. Die Kunden wandern also nicht ab, sondern bleiben im Haus und behalten ihre vertrauten Ansprechpartner. Auch die Depots werden bei der Sparkasse vor Ort geführt. Die Abwicklung und das Portfoliomanagement übernimmt aber die Frankfurter Bankgesellschaft.

Das Angebot, das im Oktober 2017 an den Start ging, kommt offensichtlich an: Mittlerweile bieten mehr als 50 Sparkassen die VVS an. "Sie erweitern damit nicht nur ihr Dienstleistungsspektrum, sondern steigern auch das Potenzial für Provisionserlöse – regelmäßig stammen bis zu 75 Prozent der eingeworbenen Vermögen aus bisher wenig rentablen Sicht- und Spareinlagen sowie Fremdgeldern", teilt die Frankfurter Bankgesellschaft mit. Das Institut beziffert die zusätzlichen Provisionserträge, die die kooperierenden Sparkassen in den vergangenen knapp drei Jahren dank VVS erwirtschaften konnten, auf mehr als 25 Millionen Euro. (bm)