Jüngere Bundesbürger werden pessimistischer, was ihre finanzielle Situation im Alter angeht. Über die Hälfte (53%) der mehr als 1.000 Teilnehmer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, die im diesjährigen Anlegerbarometer von Union Investment befragt wurden, haben Angst vor Altersarmut (Vorjahr: 46%). Das sind knapp doppelt so viele wie bei den Befragten, die über 50 Jahre alt sind (27%) und auch deutlich mehr als in den Altersgruppen zwischen 30 und 50 Jahren (37%), wie der genossenschaftliche Asset Manager in einer Pressemitteilung schreibt.

Allerdings seien die jüngeren Verbraucher bereit, aktiv für ihre finanzielle Zukunft vorzusorgen. Zwei von drei jungen Befragten (69%) gehen davon aus, dass sie sich mit privater Altersvorsorge vor finanziellen Engpässen im Alter schützen können (Vorjahr: 75%). Dabei sind die Jüngeren mit 61 Prozent mehr als in jeder anderen Altersgruppe zum Konsumverzicht bereit und damit dazu, heute weniger Geld auszugeben, um die private Vorsorge zu stärken (Vorjahr: 56%). 

Für junge Menschen gehören Aktien und Investmentfonds zur Altersvorsorge 
Die jüngere Generation ist der Mitteilung zufolge zudem der Meinung, dass sich Aktienfonds am besten zur finanziellen Vorsorge für das Alter eignen. Diese Präferenz haben 39 Prozent der Befragten zwischen 20 und 29 Jahren und damit mehr als doppelt so viele wie in den Altersgruppen ab 40, bei denen nur 17 Prozent Aktienfonds für die Altersvorsorge präferieren. Hier stehe vor allem das selbst genutzte Eigenheim im Fokus: 61 Prozent der 50- bis 59-Jährigen sind der Meinung, dass die eigenen vier Wände die beste finanzielle Vorsorge für das Alter sind.

"Diese Bereitschaft, sich den finanziellen Herausforderungen im Alter bereits heute zu stellen und private Vorsorge dabei als zielführendes Instrument zu betrachten, zeigt, dass junge Menschen proaktiv an ihrer finanziellen Sicherheit arbeiten und sich der Bedeutung einer soliden Altersvorsorge bewusst sind", kommentiert Kerstin Knoefel, Leiterin Privatkunden bei Union Investment, die Ergebnisse. (fp)