Studie: Mehrheit der Deutschen ist im Krisenmodus
72 Prozent der Bundesbürger blicken mit Skepsis in die Zukunft, drei Viertel halten ihr Erspartes aufgrund von Krisen und Inflation für nicht sicher, nur 19 Prozent vertrauen bei der Altersvorsorge auf den Staat. Dies zeigt eine aktuelle Yougov-Umfrage im Auftrag der Bayerischen.
Die instabile Weltlage ist längst im Alltag der Deutschen angekommen. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Versicherungsgruppe die Bayerische zeigt: 72 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass sie Sorge vor einer unsicheren Zukunft haben.
Besonders deutlich wird das beim Blick auf die eigenen Finanzen: 75 Prozent der Befragten halten ihr Erspartes aufgrund der aktuellen Krisen und der Inflation nicht mehr für sicher. Gleichzeitig befinden 76 Prozent, sie könnten sich im Alter finanziell eher nicht oder überhaupt nicht auf den Staat verlassen. Nur 19 Prozent setzen in dieser Hinsicht Vertrauen in die Regierung.
Ist das Einkommen noch sicher?
Auch hinsichtlich ihres Einkommens spüren viele Menschen Druck: 52 Prozent der Umfrageteilnehmer machen sich heute mehr Gedanken um die Sicherheit ihres Einkommens als noch vor einigen Jahren. Lediglich 13 Prozent geben an, weniger besorgt zu sein.
Noch deutlicher wird der Druck beim Thema Wohneigentum. Unter den Befragten ohne eigene vier Wände gehen 78 Prozent davon aus, dass sie sich auch künftig wahrscheinlich keine Immobilie werden leisten können. Nur zwölf Prozent halten den Erwerb von Wohneigentum für wahrscheinlich.
Mehr Angst vor Schäden am Eigenheim
Auch Menschen mit Wohneigentum schauen besorgter auf die eigene Absicherung. 37 Prozent machen sich der Studie zufolge heute mehr Sorgen um mögliche Schäden am Eigenheim, etwa durch Unwetter, als noch vor einigen Jahren.
Die Untersuchung kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass Nachhaltigkeit und die Energiewende für viele Menschen keine große Relevanz mehr haben. 53 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, diese Themen drohten aktuell allgemein zu sehr in den Hintergrund zu geraten.
Über Lösungen sprechen
Als Antwort auf die wachsende Verunsicherung startet die Bayerische eine langfristig angelegte Kommunikationskampagne. "Wenn drei Viertel der Menschen sagen, dass sie sich im Alter nicht auf den Staat verlassen können, dann reicht es nicht, über Produkte zu sprechen", sagt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen. "Dann müssen wir über ganzheitliche Lösungen sprechen", meint er. (am)















