Studie: So legen Eltern für ihre Kinder an
Den Führerschein finanzieren, das Studium ermöglichen und schon frühzeitig den späteren Ruhestand absichern: Viele Eltern legen für ihren Nachwuchs regelmäßig Geld zur Seite. Wie viel sie sparen und auf welche Produkte sie setzen, zeigt eine aktuelle Studie der Consorsbank.
Noch ist sie nicht da, die "Frühstart-Rente", bei der die Bundesregierung jungen Menschen zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro für ihre Altersvorsorge spendieren will. Doch auch ohne staatlichen Zuschuss sparen Eltern bereits kräftig für ihr Kinder – und damit fangen sie früh an, wie eine aktuelle Studie der Consorsbank zeigt.
Zwei Drittel der Eltern, die für ihre Kinder ein Wertpapierdepot anlegen, tun dies der Untersuchung zufolge schon innerhalb der ersten fünf Lebensjahre des Nachwuchses. Junior-Depots werden für Jungen und Mädchen in ähnlichem Umfang eröffnet. Während bei den Erwachsenen der Anteil der männlichen Depotkunden bei der Consorsbank bei rund 70 Prozent liegt, macht er bei den Kindern und Jugendlichen etwa 52 Prozent aus.
80 Prozent des Vermögens steckt in Wertpapieren
Das Vermögen im Wertpapierdepot sowie auf dem Verrechnungs-, Tagesgeld- und Festgeldkonto zusammengerechnet, verfügte die Altersgruppe der Null- bis Fünfjährigen Ende 2024 im Durchschnitt über rund 8.900 Euro, die Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen über rund 15.400 Euro und die Gruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen über 23.300 Euro. Um die 80 Prozent entfallen dabei in allen Altersgruppen auf Wertpapiervermögen.
Anlagen in ETFs machten Ende vergangenen in allen Junior-Depots den größten Teil des Wertpapiervermögens aus. Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds sind beliebt. In der jüngsten Altersgruppe der Null- bis Fünfjährigen verfügten 2024 rund 92 Prozent über einen ETF-Sparplan. Bei den Älteren liegt der Anteil zwischen 83 und 89 Prozent. Im Schnitt fließen je nach Altersgruppe zwischen 67 und 89 Euro je Ausführung in ETF-Sparpläne. Die höchste Popularität unter den ETFs genießen solche, die den Verlauf des MSCI World Index nachvollziehen. Regelmäßige Investments in gemanagte Fonds oder Aktien spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Junior-Depots mit höherer Rendite
Interessant: Die Erwachsenen haben in den vergangenen fünf Jahren für ihren Nachwuchs mehr rausgeholt als für sich selbst. Die Junior-Depots verbuchten im Zeitraum 2020 bis 2024 insgesamt einen Wertzuwachs von 19,6 Prozent, während die Depots der Kunden, die 18 Jahre und älter waren, "nur" auf 18,2 Prozent kamen. Die Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen kam sogar auf ein Plus von 21,1 Prozent. (am)














