Ausschließlichkeitsvermittler sind mit den Provisionen der Versicherungsgesellschaft offensichtlich zufrieden: 86 Prozent der Einfirmenvertreter erhalten so hohe Vergütungen, dass sie die eigene Agentur profitabel betreibenkönnen. Das ist das interessanteste Ergebnis der Studie "Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeitsvertrieb 2017" des Marktforschungsinstituts Yougov. Für die Studie wurden über 1.100 gebundene Versicherungsvertreter in 23 Vertrieben telefonisch befragt. Allerdings schreibt Yougov in seiner Pressemitteilung nicht, wie profitabel die Agenturen genau sind.

Die Analyse förderte ferner zutage, dass die Gesamtzufriedenheit der Vertreter im laufenden Jahr im Vergleich zu 2016 dennoch im Marktdurchschnitt um drei Prozentpunkte gesunken ist. Neben dem Rückgang der allgemeinen Zufriedenheit sei insbesondere bei der Beurteilung der Vermittlerbetreuung und -unterstützung eine negative Entwicklung (minus drei Indexpunkte) gegenüber dem Vorjahr zu konstatieren, wie Yougov schreibt.

Sorgen wegen IDD
Aber nicht nur die Unterstützung durch ihren Versicherer trübe die Stimmung der Einfirmenvermittler. Auch das Thema Digitalisierung bereitet einigen (20%) Sorge. Für die Befragten trägt zudem die Umsetzung der Vermittlerrechtlinie IDD (18%) und die Konkurrenz durch Banken (16%) zur Stimmungseintrübung bei. Um die Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten, sind knapp neun von zehn Vermittlern (88%) der Meinung, dass Serviceorientierung eine äußerst oder sehr wichtige Eigenschaft sei.

Schulungen bleiben wichtig
Bei Themen für Schulungen, die aus Sicht der Vermittler besonders wichtig für die Zukunftssicherung sind, stehen Beratung und Vertrieb an erster Stelle. Dazu halten knapp sieben von zehn (67%) Schulungen für äußerst oder sehr wichtig, für 58 Prozent ist dies bei Schulungen zu Produktinformationen der Fall. Obwohl den Vermittlern die Digitalisierung die meisten Sorgen bereitet, wünscht sich nur jeder zweite Vermittler (50%) Weiterbildungen zu diesem Thema, um auch in Zukunft Erfolge im Ausschließlichkeitsvertrieb verzeichnen zu können. (jb)