Indexpolicen zählen derzeit zu den Lieblingskindern der deutschen Versicherer. Nun gehört auch die Targobank zum Kreis der Anbieter. Das Düsseldorfer Institut bringt über seinen Versicherungspartner, die Targo Lebensversicherung, eine Indexpolice mit dem Namen "Privat-Rente Dax Garant" auf den Markt. 

Das neue Produkt soll Kunden über eine Beitragsgarantie Sicherheit bieten und ihnen gleichzeitig die Chance einräumen, an einer positiven Entwicklung des Dax zu teilzuhaben. "Uns war es ganz wichtig, auf den Dax zu setzen, denn dieser Index ist für die Kunden transparent und nachvollziehbar", erklärt Bernd-Leo Wüstefeld, Vertriebsvorstand der Targo Versicherungen. Andere Anbieter beteiligen die Inhaber ihrer Indexpolicen zum Teil nicht an einem großen Börsenbarometer, sondern setzen auf selbst konstruierte Index-Körbe.

Police mit Quote
Die neue Indexpolice der Targobank funktioniert wie die meisten anderen Produkte dieser Art. Sparer zahlen regelmäßig Beträge ein oder leisten eine Einmalzahlung. Die Beträge fließen in das Sicherungsvermögen des Anbieters. Erwirtschaftete Überschüsse kann der Sparer sicher verzinst anlegen oder sie zum Kauf von Optionen auf eine positive Indexentwicklung nutzen. Da Derivate, die eine unbegrenzte Partizipation an Kursgewinnen zulassen, zu teuer wären, werden zur Deckung oft Caps eingesetzt. Möglich ist auch eine prozentuale Beteiligung an der Wertsteigerung des Index. Die ist auch bei der der Privat-Rente Dax Garant der Fall.

Das einmal erreichte Vertragsguthaben wird über ein Lock-In-Verfahren gesichert. Durch die Bruttobeitragsgarantie erhält der Kunde am Ende der Laufzeit – 25 Jahre bei laufenden Beiträgen und acht Jahre bei Einmalbeiträgen – mindestens die eingezahlten Beiträge zurück. Die Privat-Rente Dax Garant biete dem Kunden eine "optimale Balance zwischen Sicherheit und Rendite", sagt Wüstefeld. Kritiker halten Indexpolicen allerdings für sehr komplex und daher nicht für jeden Privatkunden geeignet. (am)