In Deutschland ist ein weiterer "Fintech-Inkubator" an den Start gegangen. Ziel der in München ansässigen Finconomy ist es, Start-ups mit einer B2B-Ausrichrung in den Bereichen Finanzen und Versicherungen bei der Gründung zu unterstützen. Das schreibt die Gesellschaft in einer Pressemitteilung.

Hinter Finconmy steckt ein in der Finanzdienstleistungsbranche bekanntes Gesicht: Reinhard Tahedl, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Fintechs Treefin, das einen digitalen Ordner für Finanz-, Geld- und Versicherungsprodukte bietet. Neben Treefin und nun Finconomy haben Tahedl und seine Geschäftspartner auch die Technologieplattform Fundsaccess und den IT-Finanzdienstleister Banksapi auf die Beine gestellt. Treefin gehört mittlerweile zu 75 Prozent der Wüstenrot & Württembergischen. Dieser Verkauf oder besser die Erlöse schaffen eigenen Angaben zufolge auch die Kapitalbasis für das neue Geschäftsmodell.

Kooperation von alt und jung
Finconmy betont in der Mitteilung weiter die guten Kontakte zu Gesellschaften wie Axa, Gothaer, Swiss Life oder der JDC Group. Daher sei man als langjähriger Partner namhafter Versicherungen, Banken, Finanzvertriebe, Vermögensverwalter und Fintechs gut positioniert, um jungen Unternehmen zu helfen, die zu digitalen Partnern dieser etablierten Firmen werden wollen.

"Die Kundenschnittstelle nicht zu verlieren ist für etablierte Finanzdienstleister von zentraler Bedeutung", so Tahedl, Vorstandschef von Finconomy, weiter. Das werde nur gelingen, wenn im Rahmen der Digitalisierungsstrategie die richtigen Hebel bewegt werden. Ein innovativer, substanzstarker Partner sei dabei unverzichtbar. "Bei Finconomy glauben wir an den hybriden Kunden, der neben digitalen Services auch den persönlichen Kontakt schätzt. Dieser Grundgedanke legt die Kooperation von alten und neuen Spielern nahe", ergänzt Tahedl. (jb)