Die UBS prüft einen weltweiten Start ihres digitalen Vermögensverwalters. Der Robo-Berater fußt auf der neuen IT-Plattform, die das Geldhaus schrittweise in ihrem Private Banking außerhalb der USA einführt. "Wir sind dabei zu prüfen, ob wir das weltweit über die Plattform auf den Markt bringen", sagte Bankmanager Dirk Klee der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Entscheidung dazu sei noch nicht gefallen, schränkte Klee ein. Er ist der weltweite, operative Chef des Wealth Management der Schweizer Großbank. Zuvor leitete Klee das Geschäft des Fondsriesen Blackrock in Deutschland und Österreich.

Das von der UBS selbst gebaute System soll es ermöglichen, Dienstleistungen für die reichen Privatkunden künftig in verschiedenen Märkten einheitlicher und effizienter anzubieten. Die Kunden erhalten beispielsweise zentral erstellte Anlageempfehlungen. Bislang hat die UBS einige hundert Millionen Franken in die Plattform gesteckt. "Aber die Synergien sind immens", sagte Klee der Nachrichtenagentur. "Wo immer wir sie implementieren, zeigt sich, dass die operativen Kosten um einen zweistelligen Prozentbetrag sinken."

Auch JP Morgan schaltet Roboter an
Bislang testet die UBS ihren Robo Advisor nur in Großbritannien. Der Roboter stellt die Portfolios für Privatkunden nach deren Vorlieben und Risikoprofil zusammen. Vor einigen Jahren waren zunächst unabhängige Anbieter mit solchen digitalen Angeboten in die Bankenwelt vorgedrungen. Nun setzen verstärkt auch klassische Banken diese Technologie ein. So will auch JP Morgan Chase im kommenden Jahr einen Robo Advisor an den Start bringen. Das Angebot "JP Morgan Digital Investing" soll ab März zunächst einigen Kunden angeboten und dann zur Jahresmitte breiter ausgerollt werden. (ert)