Die Gewerkschaft Verdi zeichnet mit ihrer im Januar veröffentlichten Studie über die Arbeitsbedingungen in Genossenschaftsbanken ein realistisches Bild. Dieser Überzeugung sind Anlage- und Finanzberater laut einer Umfrage von FONDS professionell ONLINE, an der sich in den vergangenen dreieinhalb Wochen rund 200 Leser beteiligt haben.

Der Verdi-Studie zufolge klagen Kundenberater und Sachbearbeiter aus Volks- und Raiffeisenbanken über steigende Arbeitsbelastung und Vertriebsdruck, ein unangemessen niedriges Gehalt und fehlende Anerkennung durch die Vorgesetzten. Gepaart mit Filialschließungen und Stellenabbau leidet darunter die Motivation und die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit, so die wesentlichen Resultate der Untersuchung (FONDS professionell ONLINE berichtete ausführlich). In anderen Banken sei die Lage vergleichbar, so die Gewerkschaft.

Klares Resultat
Diese Ergebnisse seien nicht übertrieben, so das Ergebnis der – nicht repräsentativen – Umfrage von FONDS professionell ONLINE. Rund drei Viertel der Befragten stimmten der Aussage zu, sie wüssten aus eigener Anschauung, dass die Studie den Alltag in den Banken gut widerspiegle. Nur knapp 16 Prozent der Umfrageteilnehmer meinen, die Studie überzeichne die Realität, weil hauptsächlich gewerkschaftsnahe Beschäftigte befragt wurden (siehe Grafik). (bm)