Umfrage: Deutsche trauen KI keine Anlageberatung zu
Fragen zum Girokonto per Chatbot klären? Damit haben viele Bankkunden mittlerweile kein Problem mehr. Ein Gespräch zum Vermögensaufbau führen sie dann aber doch lieber mit einem Berater aus Fleisch und Blut, zeigt eine Umfrage im Auftrag der Postbank.
Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei der Geldanlage für die Mehrheit der Bundesbürger noch keine Rolle. 77 Prozent vertrauen der Beratung durch KI weniger als der Beratung durch einen Bankangestellten. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative "Postbank Digitalstudie 2025", für die im Mai und Juni dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt wurden.
Nur rund ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, KI künftig für Finanzangelegenheiten zu nutzen – vor allem bei einfacheren Themen wie Fragen zu Girokonten (79 Prozent), Sparkonten oder Tagesgeld (74 Prozent) und Ratenkrediten (70 Prozent). Dagegen halten drei von vier Befragten die Technologie noch nicht für ausgereift genug für eine Beratung zur Geldanlage.
"Wichtiges Signal für unsere Branche"
"Viele Kundinnen und Kunden können sich KI bei alltäglichen Bankgeschäften vorstellen, aber wenn es um die Geldanlage geht, zählt weiterhin der persönliche Austausch", sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. "Das zeigt: Bei sensiblen Entscheidungen fehlt – noch – das Vertrauen in die neue Technologie. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Branche." (fp)














