Umfrage: Diese Aspekte sind den Deutschen bei der Geldanlage wichtig
Die Mehrheit der Bundesbürger räumt der Sicherheit gegenüber der Rendite den Vorrang ein, wie eine Umfrage von Barmenia Gothaer AM zeigt. Weiteres Ergebnis: Schon vor Beginn des Iran-Kriegs gab es Verschiebungen bei den größten Sorgen im Hinblick auf die Geldanlage.
Sicherheit bleibt das zentrale Motiv bei der Geldanlage in Deutschland. Das zeigt eine Umfrage von Barmenia Gothaer Asset Management. 47 Prozent der Befragten nennen eine möglichst hohe Sicherheit als wichtigsten Aspekt – damit rangiert Sicherheit deutlich vor Flexibilität (26 Prozent), Rendite (13 Prozent) und einem Beitrag zur Nachhaltigkeit (8 Prozent).
Verschiebung in der Risikowahrnehmung
Die Umfrage – die im Januar durchgeführt und nun veröffentlicht wurde – zeigt zudem eine Verschiebung in der Risikowahrnehmung. Während zuletzt die Folgen des Klimawandels im Vordergrund standen, rücken nun globale politische Veränderungen in den Fokus.
83 Prozent der Befragten befürchten, dass globale politische Veränderungen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität in Deutschland gefährden (2025: 81 Prozent). Damit lösen sie die Klimasorgen als wichtigste Einflussgröße auf Anlageentscheidungen ab. Aktuell sorgen sich 78 Prozent der Anlegerinnen und Anleger wegen der Folgen des Klimawandels, im vergangenen Jahr waren es 84 Prozent.
Neue und alte Sorgen
Ebenfalls weit verbreitet ist die Befürchtung, dass die Preise aufgrund geopolitischer Spannungen weiter steigen und sich deswegen die eigene finanzielle Situation verschlechtert. In der Studie, die vor dem Iran-Krieg erhoben wurde, äußerten 75 Prozent der Befragten diese Sorge, im Vorjahr waren es 71 Prozent. Auch die Inflation allgemein zählt weiterhin zu den zentralen Sorgen und Befürchtungen bei der Geldanlage. 2025 befürchteten 67 Prozent der Anlegerinnen und Anleger steigende Preise und Alltagskosten sowie eine daraus resultierende Entwertung ihrer Geldanlagen. Im Jahr 2026 waren es 63 Prozent.
Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) sorgt sich zudem, dass die eigenen Geldanlagen später nicht ausreichen könnten, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Sorge jetzt weiter verbreitetet, 2025 teilten 47 Prozent diese Befürchtung.
Garantien wichtiger als Renditechancen
Die Sicherheitsorientierung spiegelt sich auch in der Produktpräferenz wider: 75 Prozent der Befragten bevorzugen ein Anlageprodukt mit garantiertem Auszahlungsbetrag – selbst dann, wenn sie dafür auf eine höhere Rendite verzichten müssten. "Geldanlage wird weiterhin als Instrument zur Sicherung der eigenen Stabilität verstanden, weniger als reine Renditechance", ordnet Anton Buchhart, Vorstand des Barmenia Gothaer Asset Managements, die Ergebnisse ein. "Die hohe Sicherheitsorientierung ist Ausdruck eines wachsenden Bedürfnisses nach Planbarkeit in unsicheren Zeiten." (jh)




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