Zum Schutz vor dem Coronavirus erledigen die meisten Menschen derzeit so viel wie möglich von zu Hause aus. Das gilt für Einkäufe ebenso wie für Bankgeschäfte. Insgesamt nutzen 69 Prozent der volljährigen Deutschen regelmäßig das digitale Angebot ihrer Bank.

Über alle Altersgruppen hinweg will rund ein Viertel der Bundesbürger Online- und Mobile Banking wegen der Pandemie noch häufiger verwenden. Das zeigt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Genossenschaftsverband. "Die Corona-Pandemie könnte dem digitalen Banking und Zahlungsverkehr einen weiteren Schub geben, wenn es uns gelingt, die Menschen noch stärker bei der Nutzung unserer Angebote zu unterstützen", sagt Jürgen Wache, Vorstands-Sprecher der Hannoverschen Volksbank.
 
Diejenigen, die Internet-Banking weiterhin skeptisch gegenüberstehen, tun dies vor allem aus Sicherheitsgründen. Knapp 60 Prozent der Über-45- bis 55-Jährigen, die digitales Banking bislang nicht nutzen wollen, haben Angst vor Betrug, so das Ergebnis der Umfrage.
Sicherheit und Datenschutz sind also entscheidend dafür, dass Onlineangebote von Banken noch stärker genutzt werden. "Die Resultate zeigen, dass wir den Menschen gerade im Kontext von Corona transparent machen müssen, welchen Beitrag die Digitalisierung – nicht nur unter diesen Umständen – zu mehr Lebensqualität leisten kann", betont Wache.
 
Beratungsbedarf auf allen Kanälen
61 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung durch ihre Bank. Die 18- bis 54-Jährigen wollen diese bevorzugt online erhalten, durch Chatfunktionen oder Hilfecenter auf der Homepage. Die Über-55-Jährigen hingegen wünschen sich vor allem persönliche Beratung in der Filiale. "Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass insbesondere ältere Bevölkerungsgruppen ohne große Hürden digitale Kanäle im Bankwesen nutzen können", ergänzt Waches Stellvertreter Friedhelm Beuse, Vorstand der Vereinigten Volksbank Münster.  (fp)