Nachhaltige Geldanlage spielt im Berateralltag inzwischen eine wichtige Rolle. Jeder zweite Berater stuft das Thema ESG für die Zukunft seines Geschäftsmodells als relevant oder sehr relevant ein, wie eine Umfrage der Fondsbank FFB, die zur Fidelity-Gruppe gehört, zeigt. An der Online-Befragung zum Thema ESG nahmen 232 Berater teil. Rund 41 Prozent der Befragten verkaufen bereits nachhaltige Fonds und haben sich mit den Details der Regulierung auseinandergesetzt. Weitere 33 Prozent informieren sich immer schon ausführlich über das Thema.  

ESG-Themen sind inzwischen bei der Mehrheit fester Bestandteil des Kundengesprächs: Nahezu zwei Drittel der Berater (63,8 Prozent) weisen ihre Kunden im Beratungsgespräch selbst auf das Thema hin. Fast 40 Prozent der Berater werden aktiv von ihren Kunden nach ESG-Anlagen gefragt. Für rund drei Viertel der Kunden stehen dabei vor allem ökologische Aspekte im Fokus. Mehr als die Hälfte der Kunden (53,1 Prozent) interessiert sich außerdem besonders für soziale Aspekte. 

Klare Vorgaben erforderlich 
Auch wenn das Thema ESG an Relevanz gewinnt, sehen Berater noch viele Hürden. Greenwashing, unzuverlässige ESG-Ratings und die unübersichtliche Regulierung erschweren ihnen die Arbeit am meisten. FFB-Geschäftsführer Peter Nonner fordert daher klare regulatorische Vorgaben bei der Fondsgestaltung und bei den Siegeln. "Nur wenn Berater verlässliche Leitplanken für die ESG-Regulierung haben, können sie für ihre Kunden die notwendige Transparenz bei der nachhaltigen Geldanlage schaffen", sagt er. (fp)