Rund ein Viertel der volljährigen Deutschen hat bereits in ETFs investiert oder tut es zurzeit. Diese Quote dürfte laut einer Umfrage der B2B-Direktbank Ebase unter tausend Privatpersonen noch einmal deutlich steigen. "Mehr als 60 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie in den kommenden drei Jahren ihren ETF-Bestand weiter ausbauen", sagt Ebase-Chef Kai Friedrich. Seine Schlussfolgerung: "ETFs stehen in Deutschland vor einem weiteren massiven Wachstumsschub."

Bei dem steigenden Interesse an börsengehandelten Indexfonds dürfte es sich nicht nur um ein Strohfeuer handeln. Die meisten Befragten sehen ETFs nämlich nicht als kurzfristige Spekulationsinstrumente. Rund 72 Prozent sind vielmehr davon überzeugt, dass die Produkte für den langfristigen Vermögensaufbau gut geeignet sind. Fast 70 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen in Indexfonds eine probate Anlagealternative im Zinstief, und jeweils rund 65 Prozent schätzen ihre Risikostreuung und Renditechancen.

Aktien liegen vorn
Besonders beliebt sind der Umfrage zufolge Aktien-ETFs. Rund 57 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in den kommenden zwölf Monaten in einen ETF auf einen Aktienindex zu investieren. Bei jedem Dritten ist ein solches Investment nach eigenen Angaben sogar sehr wahrscheinlich. Bei Renten-, Rohstoff- und Geldmarkt-ETFs fallen die Zustimmungsraten etwas niedriger aus.

Besonders interessiert an ETFs zeigten sich in der Ebase-Umfrage die 31- bis 39-Jährigen. In dieser Altersgruppe können sich 82 Prozent der Befragten vorstellen, in den kommenden zwölf Monaten in einen Aktien-ETF zu investieren – mehr als die Hälfte sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit. (fp)