Im Rahmen einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life beantwortet fast die Hälfte der Menschen in Deutschland (rund 48 %) die Frage, wie viel sie angesichts der Inflation sparen, mit "Nichts". Die zweithäufigste Antwortet lautet "Weiß nicht" (zirka 13 %). Es wählen also weniger als die Hälfte der Befragten konkrete Sparbeträge als Antwort. Immerhin: Etwa 35 Prozent der Befragten legen monatlich mehr als 100 Euro auf die hohe Kante. Weitere rund sechs Prozent sparen weniger als 100 Euro im Monat. 

"Angesichts des aktuellen Marktumfeldes ist die Zurückhaltung beim Sparen verständlich. Wenn man doch sparen kann, kommt es umso mehr auf das Wie an", sagt Igor Radović, Direktor Produkt- und Vertriebsmanagement Canada Life Europe.

Sparen für alle Fälle statt Konsum
Derzeit haben Sparer vor allem eines im Sinn: 48 Prozent legen momentan am ehesten Geld für Unvorhergesehenes zur Seite. In Regionen mit sehr niedriger Kaufkraft liegt dieser Anteil sogar bei 58 Prozent. Mit einigem Abstand folgt die Altersvorsorge (25 %). Bei den Jüngeren spielt diese sogar eine größere Rolle als beim bundesweiten Durchschnitt: Der Anteil bei den 18- bis 29-Jährigen liegt hier bei 45 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen bei 47 Prozent. 

Hinter der Altersvorsorge folgt ein recht großer Teil Unschlüssiger ohne konkretes Sparziel 
(22 %). Je 16 Prozent haben andere Pläne mit dem Geld oder legen es beiseite, um die Urlaubskasse aufzubessern. Eine untergeordnete Rolle spielen größere Anschaffungen wie Auto oder Möbel: Nur elf Prozent sparen momentan hierfür. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. (mb)