Umfrage: Gen Z zeigt sich offen für Altersvorsorgedepot
Die junge Generation setzt immer weniger Vertrauen in die gesetzliche Rente und spart privat für den Ruhestand. Da kommt der Gen Z das geplante Altersvorsorgedepot gerade recht. Wie eine Studie im Auftrag von ING Deutschland zeigt, findet die Mehrheit der Befragten das Modell attraktiv.
Das Vertrauen der Generation Z (Gen Z) in die gesetzliche Rente ist innerhalb eines Jahres nochmals gesunken. Nur noch knapp jeder oder jede Zweite (49 %) der zwischen 1995 und 2012 Geborenen erwartet, im Alter eine gesetzliche Rente zu erhalten. 2025 waren es noch 56 Prozent. Dabei sorgen sich vier von fünf jungen Erwachsenen (79 %) um ihre Altersvorsorge und fürchten sich vor Altersarmut. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von ING Deutschland und Visa. Dafür hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 30 Jahren befragt.
Das geplante Altersvorsorgedepot kommt der Gen Z gelegen. Wie die Erhebung zeigt, findet die Mehrheit der 18- bis 30-Jährigen (65 %) dieses Modell attraktiv. Allerdings ist es eher Männern als Frauen ein Begriff. Während zwei Drittel der männlichen Befragten (66 %) das Altersvorsorgedepot kennen, ist es bei jungen Frauen nur jede zweite.
Nur fünf Prozent vertrauen auf die gesetzliche Rente
Einig sind sich die jungen Erwachsenen, dass eine staatliche Rente nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Darauf vertraut nur eine absolute Minderheit (5 %). Auch deshalb spart mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer bereits heute für die Altersvorsorge (53 %).
Wie genau die Gen Z ihr Geld anlegt, zeigt die Auswertung anonymisierter Daten der ING Deutschland von rund 1,1 Millionen jungen Kunden. Knapp die Hälfte (47 %) spart regelmäßig per Wertpapiersparplan, im Durchschnitt etwa 365 Euro pro Monat (351 Euro im Vorjahr). Der Großteil dieser Einzahlungen (90 %; 88 % 2025) fließt in börsengehandelte Indexfonds (ETFs).
Gelassene Anleger
Außerdem hält knapp die Hälfte der jungen Depotkunden (49 %) ausschließlich breit gestreute ETFs wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Das durchschnittliche Depotvolumen stieg binnen eines Jahres von 14.600 auf 17.800 Euro. Selbst in schwankungsreichen Marktphasen bleiben die jungen ING- Kunden gelassen: In der jüngsten Phase erhöhter Marktvolatilität hat sich ihr Handelsverhalten kaum verändert.
Insgesamt sagen 85 Prozent der 18- bis 30-Jährigen, dass sie einen guten Überblick über ihre Finanzen haben. Regelmäßig Geld anzulegen, fällt dabei zwei Dritteln eher oder sogar sehr leicht (66 %). Beim Sparen und Investieren ist die Gen Z insgesamt aktiver als im Vorjahr: Neun von zehn Befragten (92 %) sparen oder legen Geld an (plus drei Prozentpunkte). (am)












