Umfrage: Goldbesitzer geben Edelmetall nicht aus der Hand
Wer Gold besitzt, denkt immer seltener über einen Verkauf nach – das zeigt eine Erhebung von Ophirum. Diese belegt auch: Die Stimmung für Gold ist weiter bullisch.
Deutsche Goldbesitzer halten an ihrem Edelmetall fest. Das zeigt das vom deutschen Edelmetallhändler Ophirum erhobene Goldbarometer. In den vergangenen drei Monaten ist demnach die Quote derer, die einen Verkauf oder Teilverkauf ihrer Bestände in den jeweils kommenden sechs Monaten planen, kontinuierlich zurückgegangen.
Goldstimmung weiter bullisch
Konkret hat sich der Anteil der Goldbesitzer in Deutschland, die planen, in den jeweils kommenden sechs Monaten Gold zu verkaufen, von 16,8 Prozent Ende November auf 10,3 Prozent verringert. Das ist der niedrigste Stand seit August 2025. Zwar ist der Anteil derer, die Gold bereits besitzen und noch zukaufen wollen, im selben Zeitraum von 28,9 auf 22,5 Prozent gesunken. Mit 10,3 zu 22,5 ist das Goldbarometer damit aber laut Ophirum nach wie vor deutlich auf der bullischen Seite.
"Die jüngste Entwicklung zeigt, warum Gold kein klassisches Spekulationsobjekt ist und für viele als sicherer Hafen gilt: Weil viele Besitzer auch in turbulenten Zeiten an ihm festhalten", erklärt Önder Çiftçi, Geschäftsführer von Ophirum.
Rasche Erholung des Goldpreises
Der Goldpreis hatte zum Monatswechsel von Januar auf Februar deutlich korrigiert, nachdem US-Präsident Donald Trump Kevin Warsh als neuen Fed-Chef nominiert hatte. Warsh sprechen die Marktteilnehmer eine restriktivere Geldpolitik zu als anderen möglichen Kandidaten. Höhere Zinsen gelten als Argument gegen Goldinvestments. Rückenwind hat dem Goldpreis dann aber wieder die geopolitische Entwicklung gegeben. Dazu kam die Unsicherheit, die von den Äußerungen von Donald Trump zu Zöllen verursacht wurde.
"Die Stabilität der Notierung ebenso wie unseres Goldbarometers ist auch insofern bemerkenswert, als umfangreichere Gewinnmitnahmen im Zuge des seit etwa zweieinhalb Jahren kontinuierlich steigenden Kurses nachvollziehbar gewesen wären", so Çiftçi. (jh)













