Die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD ist seit Ende Februar 2018 in Kraft – und hat einigen Versicherungsvermittlern Kürzungen bei ihren Vergütungen beschert: Zumindest sagten 22 Prozent der Vermittler, die an der aktuellen "Strukturanalyse-Umfrage" des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) teilgenommen hatten, dass sie fallende Einnahmen verkraften mussten.

Ferner gaben 57 Prozent der rund 2.500 Umfrage-Teilnehmer zu Protokoll, dass ihre betrieblichen Kosten gestiegen seien. Und jeder zweite Teilnehmer hält den bürokratischen Aufwand zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für hoch bis sehr hoch. Detaillierte Ergebnisse werden in der Juli / August-Ausgabe der Verbandszeitschrift "Versicherungsvermittlung" veröffentlicht.

"Die Ergebnisse der Strukturanalyse bestätigen uns in der Einschätzung, dass eine deutliche Belastungsgrenze der Vermittlerbetriebe erreicht ist", kommentiert BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer die Entwicklung. "Wir werden sie als solide Argumentationsgrundlage gegenüber der Politik, dem Gesetzgeber und den Versicherern verwenden." (jb)