Rund drei Viertel der Menschen in Deutschland empfinden das Thema Altersvorsorge als kompliziert – 31 Prozent als klar kompliziert, weitere 44 Prozent als teilweise kompliziert. Besonders in Haushalten mit geringem Einkommen kämpfen Menschen mit dem Gefühl, den Überblick zu verlieren. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Befragung im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) und der Zurich Gruppe Deutschland.

Altersvorsorge ist kompliziert
Demnach schätzen 41 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro das Thema als klar kompliziert ein. In höheren Einkommensgruppen sinkt dieser Wert auf unter ein Drittel. "Altersvorsorge ist für viele Menschen kein Randthema, sondern eine echte Überforderung", sagt dazu Peter Schwark, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Die Ergebnisse würden deutlich zeigen: "Wer wenig Einkommen hat, fühlt sich besonders häufig abgehängt – und verliert schneller den Überblick."

Unter den Befragten, die das Thema Altersvorsorge als kompliziert empfinden, gab mehr als ein Drittel (37 Prozent) an, dass sie sich deshalb nicht aktiv damit beschäftigen. Eine relative Mehrheit von 46 Prozent treibt trotz empfundener Komplexität ihre Altersvorsorge voran. Die Studie zeigt zudem regionale Unterschiede. Befragte aus Westdeutschland lassen sich seltener davon abhalten, aktiv vorzusorgen, als in Ostdeutschland.

Beratung kann Lösungen aufzeigen
"Die meisten Menschen wissen, wie wichtig Altersvorsorge ist – doch die gefühlte Komplexität von Förderlogiken, Steuern und Produkten bremst viele aus“, sagt Björn Bohnhoff, Vorstand Leben der Zurich Gruppe Deutschland. Deshalb seien fundierte individuelle Beratung und menschliche Empathie unverzichtbar. Denn der Weg zur passenden Lösung sei weit weniger kompliziert, als viele denken. (jh)