Versicherungsvermittler leiden unter den finanziellen Auswirkungen und dem behördlich verordneten Lockdown im Zuge der Covid-19-Pandemie. Zwei Drittel der Vertriebler verzeichnen starke Umsatzeinbußen, wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) unlängst mitteilte. Nun legen die Interessenvertreter detaillierte Zahlen zur Höhe der Einbußen bei den Erlösen und beim Gewinn vor.


Viele Vermittler werden die Einnahmeverluste voraussichtlich mit voller Wucht erst zu spüren bekommen, wenn die Frist für den Antrag auf Soforthilfe am 31. Mai bereits verstrichen ist. Die wichtigsten Umfrageergebnisse haben wir in der Chartgalerie oben für Sie aufbereitet.


"Die Zahlen sind alarmierend, weil sich Umsatzverringerungen im folgenden Jahr manifestieren und verstärken werden, wenn fest eingeplante Bonifikationen ausbleiben. Von Rückgängen bei der gezahlten Bonifikation gehen 77 Prozent der Teilnehmer sicher aus. Hinzu kommen die zukünftig verringerten Folgeprovisionen durch verstärkte Kündigungen von Versicherungsverträgen und die damit einhergehenden Provisionsrückforderungen“, mahnt der BVK weiter.

Diese Folgen seien aber heute schon absehbar: Fast die Hälfte aller Umfrage-Teilnehmer gab an, in den bisherigen sechs Wochen des Lockdowns bereits Vertragskündigungen von Kunden erhalten zu haben, die unmittelbar auf die Corona-Krise zurückzuführen sind. Bei weiteren 20 Prozent der Vertragskündigungen sei unklar, aus welchem Grund eine Stornierung erfolgte. (jb)