Bei der Beratung und Betreuung rund um die Altersvorsorge zeigen sich die Deutschen konservativ. Die meisten Vorsorgekunden wollen mit einem Berater aus Fleisch und Blut sprechen. Das zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag des Versicherers Canada Life. Das entscheidende Gespräch über die Absicherungsmöglichkeiten wollen 28 Prozent der Umfrageteilnehmer auch in Zukunft ausschließlich mit einem menschlichen Vermittler führen, weitere 38 Prozent favorisieren ihn zumindest in Teilen. "Alexa" und andere Sprachassistenten sind für die wenigsten Befragten eine Option.

Bei einzelnen Aspekten der Beratung vertrauen Verbraucher ebenfalls eher einem Menschen als einem Algorithmus. Geht es etwa darum, Versorgungslücken aufzuzeigen, einen Vorsorgevertrag abzuschließen und anschließend fachgerecht betreut zu werden, kommt für rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer nur ein persönlicher Vermittler in Frage. Ausschließlich über einen Sprachassistenten zu gehen, können sich gerade einmal drei bis vier Prozent der Befragten vorstellen. Bei der reinen Informationsbeschaffung sind Verbraucher etwas offener gegenüber "Alexa", "Siri" und Co. Dennoch würde auch hier die Mehrheit einen Vermittler wählen.

Kunden wollen digitale Versicherer
Die Ergebnisse zeigten, dass Kunden auch in Zukunft den "Faktor Mensch" in der Beratung wünschten, sagt Markus Drews, Managing Director bei Canada Life. "Jedoch bin ich mir sicher, dass sich die Art und Weise der Beratung ändern wird." Die Covid-19-Pandemie habe die Digitalisierung der Versicherungsbranche vorangetrieben und gezeigt, dass Online-Beratung genauso gut funktionieren könne wie die Beratung vor Ort. "Das passt auch zu den Erwartungen der Kunden", ist Drews überzeugt. "Diese setzen bereits heute voraus, dass Vermittler auch digital erreichbar sind." (fp)