Die Finanzdienstleister drängen die Politik schon länger, die angekündigte Reform der Riester-Rente anzugehen und vor allem die vollständige Garantie der Beitragsgelder zu kippen – sie lässt sich angesichts der Niedrigzinsen nicht mehr darstellen. Bislang hat Berlin nicht reagiert. Daher stoppten zuletzt die DWS und die Sutor Bank ihre Riester-Renten, die Stuttgarter Versicherung zieht nun nach. 

Die Gesellschaft teilt mit, dass sie das Riester-Neugeschäft zum 1. August einstellen wird. Betroffen sind davon die Tarife Riester-Rente Index-Safe und Riester-Rente Performance Plus. Ab August tauchen diese nicht mehr in den Vergleichsprogrammen des Versicherers auf. 

"Schließen Neuordnung der Riester-Rente in dieser Legislaturperiode aus"
"Im Dezember letzten Jahres haben wir noch damit gerechnet, dass es bis zum Ende der Legislaturperiode in diesem Jahr zu einem Gesetzgebungsverfahren zur Neuordnung der Riester-Rente kommt. Deshalb hatten wir uns entschieden, unsere Riester-Produkte weiter anzubieten. Nun schließen wir eine Neuordnung der Riester-Rente und insbesondere eine Flexibilisierung der Beitragsgarantie in dieser Legislaturperiode aus", heißt es in einer Erklärung der Stuttgarter. 

Andere Anbieter von Riester-Versicherungsprodukten haben schon früher regiert. Die LVNM Versicherung im Dezember 2020, die Debeka verkündete diesen Schritt im März des vergangenen Jahres. Eine Reihe von Gesellschaften nahmen diese Policen 2017 aus dem Sortiment. Dazu gehören etwa die PB Versicherung oder Cosmos Direkt. (jb)