Die auf Vermögensverwalter spezialisierte V-Bank hat im ersten Quartal mehr als doppelt so viele Wertpapiertransaktionen wie im Vorjahreszeitraum ausgeführt: Insgesamt waren es in den ersten drei Monaten 2020 über 200.000, so das in München ansässige Institut. Noch deutlicher legte sie bei den Depoteröffnungen zu, die sie im Vergleich zum ersten Quartal 2019 unterm Strich um das Zweieinhalbfache steigern konnte – trotz der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen auf die Wirtschaft. Ende März betreute sie 28.244 Kundendepots.

Allerdings gebe es neben Licht auch Schatten. Denn die Pandemie und die daraus folgenden Verwerfungen an den Märkten haben beim betreuten Kundenvermögen dafür gesorgt, dass dieses auf 19,8 Milliarden Euro sank. Den negativen Performance-Effekt beziffert die V-Bank auf rund 2,5 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sind aber auf rund 750 Millionen Euro und lagen sogar 25 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Zudem seien bislang sechs Vermögensverwalter als neue Geschäftspartner gewonnen worden. Die Anzahl der Kooperationspartner betrug zum Quartalsende 385 Hinzu kommen noch 45 Family Offices.
 
"Auf die Wachstumszahlen des ersten Quartals 2020 können wir stolz sein. Sie sind ein Vertrauensbeweis unserer Geschäftspartner, die offensichtlich verstärkt Kunden und Volumen zu uns bringen", so Jens Hagemann, Sprecher des Vorstands, der auch auf die operativen Herausforderungen der letzten Wochen hinweist. "Wir haben unsere Organisation konsequent dezentralisiert und auf mobile Arbeitsplätze (Home Office) umgestellt." Viele Prozesse seien neu beziehungsweise zeitaufwändiger. "Ungeachtet dessen haben wir bewiesen, dass wir ein jederzeit belastbarer Partner für unsere Vermögensverwalter sind", so Hagemann. Auch hinsichtlich der Erreichung ihres Ergebnisziels 2020 gibt sich Bank optimistisch: Sie bekräftigt, am Jahresende 6,3 Millionen Euro vor Steuern erreichen zu wollen. (jb)