Blau Direkt hat mit Inpunkto einem weiteren Mitbewerber in seinen "Poolverbund“ aufgenommen. Wie bei der Anfang Februar verkündeten Kooperation mit der Wifo werden sich die Parteien auf organisatorischer Ebene zusammenschließen, bleiben aber rechtlich selbstständig. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

"Inpunkto ist ein hochspezialisierter Vertrieb für die private Krankenversicherung (PKV)", erläutert Blau-Direkt-Vorstandschef Lars Drückhammer. "Mit dem Know-how unseres neuen Partners können wir den uns angeschlossenen Maklern besondere Vorteile im Vertrieb privater Krankenversicherungen bieten. Gerade dort, wo Spezialisten aus unseren Reihen sich eine stärkere Begleitung in einer familiären Umgebung wünschen, bieten wir künftig mit Inpunkto eine Heimat an."

Ziel: Provisionsumsatz von 110 Millionen Euro
Umgekehrt verspricht man sich bei Inpunkto vor allem Vorteile durch die Software-Angebote und Backoffice-Unterstützung der Lübecker Gesellschaft. "Blau Direkt pflegt unsere Daten und Dokumente vollautomatisch. Das spart immense Kosten ein", sagt Marcus Börner, Vertriebsvorstand von Inpunkto. "Unserer Meinung nach verfügt Blau Direkt über die modernste Vermittlertechnologie, die aktuell verfügbar ist. Im Verbund erhalten wir die Software und profitieren gleichzeitig an der laufenden Weiterentwicklung, ohne dass uns dies eigene Managementressourcen kostet."

Die Kooperation mit dem PKV-Spezialisten verstärkt laut Mitteilung den Poolverbund weiter, zu dem Blau Direkt und Wifo auch Finanz-Zirkel und Insuro, sowie die Vertriebe Königswege und Value Factory gehören. Zusammen peilen sie nach eigenen Angaben für 2020 einen Provisionsumsatz allein im Bereich der Versicherungsvermittlung von rund 110 Millionen Euro an. (jb)