Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Bankbeschäftige an verschiedenen Orten und Tagen zu Warnstreiks aufgerufen. So soll vor der nächsten Tarifverhandlung am 11. April, die bundesweit rund 200.000 Beschäftigte bei privaten und öffentlichen Banken betrifft, Druck auf die Arbeitgeber aufgebaut werden.

"Die Arbeitgeber haben diese Warnstreiks provoziert", sagt Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister. "Sie machen die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig, dass Verdi nahezu alle Forderungen zurücknimmt. Das ist ein brüskierendes Vorgehen, das sich die Beschäftigten nicht gefallen lassen." Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt und sechs "Gesundheits- und Entlastungstage". Die Arbeitgeber wiesen diese Forderungen mehrfach zurück (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Streiks von Hamburg…
Am Mittwoch, 3. April, werden in Hamburg Beschäftigte unter anderem der Deutschen Bank, Commerzbank und der Hamburger Sparkasse in den ganztägigen Warnstreik treten. Eine Kundgebung findet von 10 bis 11.45 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus am Hamburger Besenbinderhof statt. Am Donnerstag, 4. April, kommt es ab 14.45 Uhr in Köln am Friesenplatz zu einer Verdi-Kundgebung mit Commerzbank-Beschäftigten.

Am Freitag, 5. April, sind in Berlin Beschäftigte der Deutschen Bank, der Berliner Sparkasse, Investitionsbank Berlin, Commerzbank, Targo-Bank und anderen zum Warnstreik aufgerufen sowie in Brandenburg Beschäftigte der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der LBS Ost. Ab 10 Uhr findet auf dem Breitscheidplatz in Berlin eine Kundgebung mit anschließender Demonstration zum Ernst-Reuter-Platz und zurück statt. Ebenfalls am 5. April werden die Bausparkassen Wüstenrot und Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg bestreikt.

… bis München
In Wiesbaden sollen sich am gleichen Tag ab 9 Uhr Beschäftigte der Nassauischen und Frankfurter Sparkasse sowie Mitarbeiter der Commerzbank, Deutschen Bank, Helaba und DWP an einem Demonstrationszug vom Hauptbahnhof zum Kurhaus beteiligen. In Bayern sind am 5. April unter anderem Beschäftigte der DKB, Bayern LB sowie der Unicredit zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Um 9 Uhr wird es eine Kundgebung in München vor dem DGB-Haus geben.

In Nürnberg sollen die Beschäftigten der Commerzbank, Bayern LB und Unicredit ab 9 Uhr auf dem Lorenzer Platz demonstrieren. In den Regionen Münsterland und Ostwestfalen/Lippe sind am 5. April Beschäftigte von rund 45 Commerzbank-Filialen zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Auch in der Folgewoche ab 8. April wird es zu weiteren Warnstreiks kommen. (bm)