Corona hat nicht nur viele Vermittler von Versicherungen ins Homeoffice, sondern gleich auch ins Homeschooling getrieben – das eigene, nicht das der Kinder. Mittlerweile nutzen die bei der Weiterbildungsinitiative "Gut Beraten" registrierten Berater und deren Mitarbeiter zu 93 Prozent sogenannte "E-Learning-Formate", mit denen sich zuhause lernen lässt. Präsenzveranstaltungen werden nur von sechs Prozent genutzt, nachdem ihr Anteil 2019 noch rund 50 Prozent betrug. Das geht aus der aktuellen Statistik von "Gut Beraten" für das vierte Quartal 2021 hervor.

Die jüngsten Zahlen zeigen ferner, dass die Inhaber von immerhin 86.146 "Bildungskonten" die gesetzlich vorgeschriebenen 15 Stunden Fortbildungszeit erfüllten. Knapp 28.000 Vermittler und ihre im Vertrieb tätigen Mitarbeiter haben sogar mehr als 30 Stunden mit Fortbildung verbracht. 

Kein offizieller Überblick zur Weiterbildung von Vermittlern
Diese Zahlen meinen aber nicht, dass ein großer Teil der rund 195.000 gewerblichen Versicherungsvermittler in Deutschland die gesetzlichen Vorschriften nicht erfüllt. Die Weiterbildungsinitiative betont auf Nachfrage, dass die Berater und die Mitarbeiter die Seminare bis zu zwölf Monate nach deren Ende bei "Gut Beraten" melden können. Somit ist noch bis Ende 2022 mit Nachmeldungen zu rechnen. (jb)