Die Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler (VSAV) geht davon aus, das sich Finanzanlagenvermittler mit einer Erlaubnis nach Paragraf 34f Gewerbeordnung (GewO) künftig bei der Bafin registrieren lassen müssen. So ist es in einem Eckpunktepapier vorgesehen, welches das Bundesministerium der Finanzen (BMF) am 24. Juli 2019 veröffentlicht hat (FONDS professionell ONLINE berichtete). Das Papier konkretisiert die Pläne der Bundesregierung, 34f-Vermittler und auch 34h-Berater unter die Kontrolle der Behörde zu stellen.

Die VSAV rät Beratern und Vermittlern, die in Zukunft erlaubnispflichtige Anlagen an den Kunden bringen wollen, möglichst schnell eine Erlaubnis bei den noch dafür zuständigen Industrie- und Handelskammern (IHKn) oder Gewerbeämtern zu beantragen. "Wir glauben, dass die Neu-Zulassungsbedingungen später bei der Bafin sehr viel strenger ausfallen könnten als bei den jetzigen Aufsichtsbehörden", sagt VSAV-Vorstand Ralf Werner Barth. Nach Einschätzung der VSAV wird es vermutlich auch teurer werden, eine Erlaubnis zu bekommen. Das Genehmigungsverfahren könnte sich außerdem länger hinziehen.

Keine Zeit verlieren
Zwar sei die Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater noch nicht in trockenen Tüchern und scheine noch in weiter Ferne zu liegen. Barth gibt aber zu bedenken, dass es bei den IHKen erfahrungsgemäß etwa neun Monate dauert, bis eine Erlaubnis nach Paragraf 34f oder 34h GewO schließlich erteilt wird. Wer eine solche Zulassung anstrebt, sollte daher rasch handeln, rät der VSAV. (am)