Die Allianz hat mit Allvest ein "digitales Angebot für Altersvorsorge und Investment in Deutschland" auf den Markt gebracht, wie der Versicherer mitteilt. Die Rentenversicherung soll individuelle Garantien mit den Renditechancen von ETFs und Investmentfonds verbinden. Allvest wird durch die gleichnamige Tochtergesellschaft der Allianz ausschließlich online vertrieben.

"Unser Angebot richtet sich an Kunden, denen Renditechancen ebenso wichtig sind wie Sicherheiten. Darüber hinaus können sie flexibel einzahlen und jederzeit online auf ihr Geld zugreifen", lässt sich Martin Schneider in der Mitteilung zitieren, der die Allianz-Tochter gemeinsam mit Felix Benedikt als Geschäftsführer leitet.

Viele Wahlmöglichkeiten
Die Kunden wählen eine individuelle Garantie und einen Garantietermin. Ihre Einzahlungen werden auf zwei Bausteine aufgeteilt: Ein Teil wird in das Sicherungsvermögen der Allianz Leben investiert. Der Rest fließt in eine passive oder aktive Anlagestrategie, die aus ETFs und Indexfonds respektive aus überwiegend aktiv gemanagten Investmentfonds besteht. "Ein Wechsel zwischen der aktiven und passiven Anlagestrategie ist jederzeit kostenlos möglich", teilt der Versicherer mit.

Der Abschluss erfolgt digital auf www.allvest.de. Über die Plattform können Anleger Ein- und Auszahlungen vornehmen und Sparpläne einrichten. Ist der Garantietermin erreicht, können Kunden sich zwischen verschiedenen Auszahlungsmöglichkeiten entscheiden oder einen neuen Garantietermin wählen. "Zusätzlich bietet Allvest dem Kunden die Möglichkeit, ohne weitere Kosten ab einem Alter von 55 Jahren ein lebenslanges Einkommen zu wählen", heißt es in der Pressemitteilung. Für Rückfragen zum Produkt und Abschluss stehen Mitarbeiter des Kundencenters telefonisch bereit. Eine Beratung über Vertreter oder Makler ist nicht vorgesehen.

Finanzberater fühlen sich übergangen
Genau daran stören sich viele Finanzberater. So schreibt beispielsweise ein Finanzanlagen- und Versicherungsvermittler aus der Nähe von Ulm auf dem Karriereportal "Xing": "Wir Vermittler sollten uns gut überlegen, wem wir künftig Geschäft vermitteln: Unternehmen, die das schnelle Geld erhaschen möchten, ohne qualifizierte Beratung, oder nur noch an Unternehmen, die sich hundertprozentig dem Vermittler- und Beratungsmarkt verschrieben haben und ihnen Online-Abschlüsse als Hilfswerkzeug zur Verfügung stellen, den Vermittlern jedoch nicht eine hauseigene Konkurrenz aufbauen und damit den Eindruck erwecken, dass man uns Berater und Vermittler nicht mehr braucht." (bm)