Die Volkswohl Bund Lebensversicherung hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Dies sei vor dem Hintergrund der weiterhin sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen bemerkenswert, die zur Zurückhaltung der Kunden beim Abschluss neuer Altersvorsorgeverträge geführt hätten, so der Versicherer in einer Pressemitteilung. Zu dem Erfolg habe insbesondere die neue Indexpolice "Klassik modern" beigetragen.

Über alle Bereich stiegen die Beitragseinnahmen des in Dortmund ansässigen Unternehmens im Vorjahr um 3,5 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. Die in den Einnahmen enthaltenen laufenden Beiträge stiegen um 2,8 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro an. Einen Wermutstropfen gab es aber auch: Die Beiträge im Neugeschäft lagen mit rund drei Milliarden Euro unter dem Ergebnis von 3,2 Milliarden Euro in 2014, was in erster Linie am rückläufigen konventionellen Altersvorsorgegeschäft liege, so der Versicherer.

Sehr erfolgreich habe sich dagegen die Anfang 2015 neu eingeführte Rentenversicherung "Klassik modern" entwickelt. Die Indexpolice hat mit einer  Beitragssumme von über 400 Millionen Euro bereits in ihrem ersten Jahr 20 Prozent des Neugeschäfts innerhalb des Produktbereichs Altersvorsorge erreicht. Offenbar zeigen sich die Kunden noch unbeeindruckt von der Kritik, die Fachleute an den Produkten äußern.

Durchschnittsverzinsung unverändert
Die Kapitalanlagen des Versicherers sind 2015 um fast zehn Prozent auf rund 10,7 Milliarden Euro gestiegen. Durch die Anlage in länger laufende Rentenpapiere und die Erweiterung der Anlageklassen erreichte das Unternehmen bei der Neuanlage trotz der niedrigen Kapitalmarktzinsen eine gute Rendite von über drei Prozent, ohne die Bonität des Kapitalanlagebestandes zu verringern. Die laufende Durchschnittsverzinsung des Bestandes lag bei rund 3,8 Prozent und blieb damit auf dem Vorjahresniveau. (jb)