Die Geschäfte laufen, allen Widrigkeiten zum Trotz, für Finanzdienstleister im ersten Quartal 2022 gut – auch für die beiden Finanzvertriebe OVB und MLP. Der Wieslocher Konzern meldet einen neuen Umsatzrekord für das Auftaktquartal in Höhe von 254,7 Millionen Euro (Q1 2021: 221,4 Mio. Euro). Die Erlöse aus Provisionen und Honoraren stiegen um 14 Prozent auf 238,8 Millionen Euro. Das schlug sich auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nieder: Das lag bei 34,6 Millionen Euro – ein Plus von 59 Prozent. Der Konzernüberschuss kletterte um 53 Prozent auf 24,2 Millionen Euro. 

MLP betont, dass man in allen Beratungsfeldern Wachstum erzielen konnte. Selbst in der Altersvorsorge, wo die Erlöse um drei Prozent auf 40,4 Millionen Euro stiegen. Basis dafür sei vor allem ein erfolgreiches Geschäft in der betrieblichen Altersvorsorge gewesen, während die herausfordernde Situation im Gesamtmarkt für private Altersvorsorge auch bei MLP zu spüren war", schreibt die Gesellschaft in einer Pressemitteilung. Die Zahl Familienkunden kletterte um 4.000 auf 564.200. Dagegen gab es bei den Beratern einen Rückgang auf 2.048 zu Ende März – nach 2.083 Ende 2021.

OVB stark in Europa
Der europaweit tätige OVB-Konzern konnten seine Umsätze im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 84,2 Millionen Euro steigern. Im stärksten Segment Mittel- und Osteuropa stiegen die Erträge aus Vermittlungen um zwölf Prozent auf 40,7 Millionen Euro. Das Segment Deutschland erzielte Erträge aus Vermittlungen von 15,9 Millionen Euro – ein Rückgang um 3,8 Prozent. In den Ländern Süd- und Westeuropa erzielten Vermittler Erträge von 27,6 Millionen Euro (+6,9%). 

Das operative Ergebnis (Ebit) des Konzerns erreichte sechs Millionen Euro, was einem Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. "Wir konnten unser Ebit nach einem Ergebnissprung im Vorjahr nochmals verbessern. Damit liefert uns das erste Quartal ein starkes Fundament für die nächsten Monate", kommentiert Finanzvorstand Frank Burow die Ergebnisentwicklung. Der Kundenstamm in 15 Ländern Europas wuchs um 4,2 Prozent auf 4,18 Millionen. Die Zahl der für OVB tätigen Finanzvermittlerinnen und Finanzvermittler stieg um 4,8 Prozent auf 5.613. In Deutschland sind 1.203 Berater tätig – zwei weniger als im ersten Quartal 2021. (jb)