Warum Riester floppte und das Altersvorsorgedepot hoffen lässt
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge war bislang alles andere als erfolgreich. Doch die anstehende Reform bringt viele Änderungen zum Besseren mit sich. FONDS professionell ONLINE zeigt zehn Grafiken, die Finanzberatern dabei helfen können, die aktuelle Diskussion einzuordnen.
Hans Joachim Reinke, der langjährige Chef von Union Investment, konnte das Riester-Bashing nicht nachvollziehen. Er verstehe nicht, sagte er gerne, warum man angesichts von 16 Millionen Verträgen von einem Flop sprechen könne. Damit hatte Reinke zwar einen Punkt. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass gerade mal 26 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, wie Wissenschaftler im Auftrag der Bundesregierung ermittelten. Von einem Erfolg lässt sich da nicht sprechen – erst recht nicht, wenn man weiß, wie renditeschwach viele Riester-Policen unter dem Strich sind.
Das neue Altersvorsorgedepot soll Besserung bringen. Tatsächlich gibt es gute Gründe, optimistisch zu sein: Die Förderung ist attraktiv, und der Wegfall des Garantie- und Verrentungszwangs ermöglicht eine höhere Rendite. Erste Umfragen zeigen, dass viele Bürger den neuen Möglichkeiten durchaus offen gegenüberstehen. Bleibt zu hoffen, dass Wunsch und Wirklichkeit dieses Mal weniger weit auseinanderklaffen.
In der Bilderstrecke oben hat FONDS professionell ONLINE ausgewählte Ergebnisse aus Studien zur Riester-Rente und Umfragen zum Altersvorsorgedepot grafisch aufbereitet. Einfach durchklicken! (bm)















