Nur rund jeder dritte unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland kann sich für Kryptowährungen erwärmen. Für die Mehrheit der Finanzprofis kommen Investments in Bitcoin und Co. aktuell dagegen nicht in Frage. Das ist die zentrale Erkenntnis aus einer Studie des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) an der Technischen Hochschule Aschaffenburg, an der 160 unabhängige Finanzportfolioverwalter teilgenommen haben.

Neun Prozent der Umfrageteilnehmer hatten 2020 bereits in Kryptowährungen investiert. Drei Prozent wollen noch anlegen, immerhin 23 Prozent denken über ein Engagement nach. Dagegen sehen fast zwei Drittel der unabhängigen Vermögensverwalter derzeit für Bitcoin & Co. keinen Platz in den Depots ihrer Kunden.

"Mit dem klassischen Ansatz nicht bewertbar"
Damit spiegele sich in der Branche die ambivalente Haltung des Marktes, sagt Hartwig Webersinke, Professor an der TH Aschaffenburg und Leiter des InVV: "Während Kryptowährungen für die meisten Vermögensverwalter mit dem klassischen Ansatz nicht bewertbar und mit zu hohen Schwankungen behaftet sind, sieht wohl ein kleiner Teil der Finanzexperten zumindest die Beimischung als Chance, ein Plus an Rendite für die eigenen Kunden zu erzielen." (bm)


In der Bilderstrecke oben finden Sie die Detailergebnisse der Umfrage grafisch aufbereitet – inklusive der Stellungnahmen einiger Vermögensverwalter, wie sie zu Investments in Kryptowährungen stehen.