Wenn Wirtschaft oder Politik wackeln, würde knapp ein Drittel der Deutschen (29%) bei Investments auf reale Werte wie Infrastruktur, Immobilien oder erneuerbare Energien setzen – häufiger als auf Aktien. Besonders stark ist dieser Trend bei einkommensstarken Haushalten ausgeprägt: 38 Prozent im oberen Einkommensdrittel bevorzugen Sachwertinvestments. Das zeigt die aktuelle Umfrage "Nachhaltiges Investieren 2025" von Yougov im Auftrag der Pangaea Life.

Aber auch in einer Krise würden immer noch 28 Prozent der Befragten einem Tages- oder Festgeldkonto treu bleiben. 19 Prozent sehen in Aktien, auch in Form von Fonds, die größte Sicherheit. Ganze 37 Prozent wissen aber schlicht nicht, was sie in einer Krisensituation mit ihrem Vermögen machen würden, wie die Tochter der Bayerischen Versicherung in einer Pressemitteilung schreibt.

Tagesgeld und Sparbuch
Aktuell setzen 40 Prozent der mehr als 2.000 repräsentativ ausgewählten Bürger auf ein Tagesgeldkonto, 23 Prozent auf ein Sparbuch, 27 Prozent haben gar nichts angelegt. Aktien haben 22 Prozent der Umfrageteilnehmer, ETFs 21 Prozent, Aktienfonds 15 Prozent – und 16 Prozent einen Bausparvertrag.

Yougov fragte ferner, was die Teilnehmer unter "nachhaltigem Anlegen" verstehen. Das Ergebnis: Nachhaltigkeit wird längst nicht mehr nur mit einem "gutem Gefühl", sondern mehr mit finanzieller Stabilität verbunden. 31 Prozent der Befragten sehen in nachhaltigen Anlagen in erster Linie "Finanzielle Sicherheit und Stabilität für mich selbst". Erst dann folgt der Aspekt "Ein gutes Gefühl haben / mit gutem Gewissen investieren", wie Pangaea Life schreibt. "Verantwortung übernehmen", etwa für Umwelt oder zukünftige Generationen, verbinden immerhin 27 Prozent der Befragten mit Nachhaltigkeit. (fp)