Wie sich das Mittelaufkommen bei VV-Fonds-Dickschiffen entwickelt
Manchen Mischfonds gelang es, ein Milliardenvermögen anzuhäufen. Andere bringen nur wenige Millionen auf die Waage. Dabei gibt nicht immer allein die Performance den Ausschlag. FONDS professionell zeigt die Entwicklung anhand von sechs Beispielen.
Zwischen Fonds können Welten liegen. Auf der einen Seite pflügen milliardenschwere Dickschiffe durch die Kapitalmärkte wie der Privatfonds: Kontrolliert von Union Investment, der JPM Global Income von J.P. Morgan Asset Management oder der Allianz Income and Growth von Allianz Global Investors – mit 55 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen das Mischfonds-Flaggschiff in Europa.
Auf der anderen Seite tanzen kleine Nussschalen auf den Wellen der Finanzmärkte. Dazu zählen etwa der 33 Millionen Euro leichte Zukunftsfonds des Freiburger Investmenthauses Greiff Capital Management. Dabei rangiert der letztgenannte Fonds dem Ranking des Researchhauses MMD Analyse & Advisory zufolge auf fünf Jahre gesehen unter den besten vermögensverwaltenden Fonds (VV-Fonds) seiner jeweiligen Kategorie.
Historisch gewachsener Vorteil
Doch große Nettomittelzuflüsse fußen selten allein auf einer brillanten Performance. Auch das Auftreten im Vertrieb spielt eine Rolle. Und hier warten die traditionellen Kanäle mit einem historisch gewachsenen Vorteil auf. Die mit Banken und Versicherungen verbundenen Vermögensverwalter verfügen über einen festen Absatzkanal, über den sie ihre Produkte vermarkten. Gleichwohl finden sich Beispiele für unabhängige Gesellschaften, denen es gelang, solche strukturellen Hürden zu überwinden und auch ohne Vertriebskanal in hauseigener Hand zu wachsen.
Vor welchen strukturellen Hürden kleine Asset Manager stehen und welche Faktoren wiederum den großen Anbietern in die Hände spielen – und sie immer weiter wachsen lassen, lesen Sie im vollständigen Artikel in Heft 4/2025 oder nach Anmeldung auch hier im E-Magazin.
FONDS professionell hat jeweils für die beiden größten Produkte gemäß den Kategorien der Ratinggesellschaft Morningstar für konservative, ausgewogene und flexible Mischfonds die Entwicklung des Nettomittelaufkommens mit der Performance abgeglichen. Die Ergebnisse finden Sie in den Grafiken oben. So fließt etwa aus dem Privatfonds beharrlich Geld ab. Zu Mittelzuflüssen kommt es nur einmal im Jahr im Mai: Dann schüttet der Fonds nämlich aus, und Erträge werden reinvestiert.
Der Allianz Income and Growth wiederum verzeichnet nahezu durchweg deutliche Mittelzuflüsse. Beim FvS Multiple Opportunities wiederum kristallisiert sich ein Wendepunkt heraus, an dem kontinuierliche Zuflüsse in Abflüsse umschlagen. Mal mehr, mal weniger zeichnet sich bei den Beispielen ein gewisses zyklisches Verhalten der Anleger mit Blick auf die Marktentwicklung ab. (ert)














