Wiener-Börse-Chef im Podcast: "Wir sind der Schienennetzbetreiber"
Was leistet eine Börse wirklich – und warum sind Aktien für den Wohlstand ganzer Volkswirtschaften entscheidend? Wiener-Börse-Chef Christoph Boschan spricht im FONDS professionell Podcast über Österreichs Kapitalmarkt, Weltportfolios, Eigenkapital und Finanzbildung.
In der neuen Ausgabe des FONDS professionell Podcasts empfängt Joachim Nareike einen der einflussreichsten Akteure des österreichischen Kapitalmarktes: Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse. Er erklärt, wofür eine Börse eigentlich da ist, warum sie eher "Schienennetzbetreiber" als Händler ist – und weshalb man Defizite an der Marktinfrastruktur erst dann bemerkt, wenn sie nicht funktioniert.
Boschan schildert seinen Weg vom jungen Wertpapierhändler in Deutschland über Stationen in Berlin und Stuttgart bis an die Spitze der Wiener Börse. Im Gespräch geht es um Österreichs Gewicht im MSCI World, die umsatzstärksten Titel in Wien, die Rolle der Wiener Börse als Brücke nach Osteuropa – und die Frage, wer hier eigentlich handelt: heimische Privatanleger, internationale Institutionelle oder beide.
Besonders pointiert wird Boschan, wenn es um Eigenkapital geht. Er hält wenig vom traditionell kreditlastigen Finanzierungsmix im deutschsprachigen Raum und plädiert klar für mehr Aktienkultur: Langfristig seien Eigenkapitalrenditen "mindestens doppelt so hoch wie Fremdkapitalrenditen". Warum ein global diversifiziertes Weltportfolio für die meisten Anleger der beste Zugang zu Kapitalmärkten ist, weshalb Zinseszinseffekte und Kosten über Jahrzehnte über Erfolg oder Misserfolg entscheiden und wieso "Bildung der beste Anlegerschutz" bleibt – all das diskutiert Boschan offen und pointiert. Jetzt reinhören!














