Wer Gold, Silber oder Platin besitzt, beauftragt meist eine Bank damit, es sicher zu verwahren. Fast 40 Prozent der Edelmetallbesitzer lagern ihre Barren oder Münzen in einem Bankschließfach. Knapp ein Viertel wählt den heimischen Safe als Aufbewahrungsort – und 18 Prozent verstecken ihre Schätzen zu Hause. Das zeigt eine Umfrage des bankenunabhängigen Wertschließfach-Anbieters Asservato unter tausend volljährigen Deutschen. Von Gold-Verstecken in den eigenen vier Wänden rät Geschäftsführer Colin Solberg dringend ab: Einbrecher wissen, wo sie suchen müssen. 

Auch bei Bankschließfächern sieht Solberg nicht nur Vorteile. "Selbstverständlich ist ein Bankschließfach sicherer als ein Versteck zu Hause", sagt er. "Zu bedenken ist aber, dass Banken im Schnitt nur rund 32 Stunden pro Woche geöffnet haben." Kunden können also nur in einem eingeschränkten Zeitraum an ihre Wertgegenstände heran. "Das kann im Notfall problematisch werden", warnt Solberg.

Keine Angst vor Bank-Runs
Der Asservato-Chef betrachtet Wertschließfächer von privaten Anbietern wie seinem Unternehmen als gute Alternative zum Bankschließfach. Sie seien genauso sicher, gingen aber mit einer deutlich höheren Versicherung und mehr Flexibilität einher. Kunden haben an sämtlichen Tagen des Jahres Zugang zu ihren Schließfächern, wirbt Solberg.

Ein Vorteil bankenunabhängiger Schließfach-Unternehmen: Kommt es zu einem Bank-Run, sind sie nicht betroffen. Kunden haben uneingeschränkten Zugriff auf ihre eigenen Wertgegenstände. "Wertschließfächer privater Anbieter bieten eine hochflexible Kombination einer wertsichernden Anlage mit einer krisensicheren Unterbringung außerhalb des Bankensystems", sagt Solberg. (fp)