Zahl der Depots in Deutschland legt unvermindert zu
Es sind beeindruckende Daten, die ein Onlinebroker und ein Brokerage-Dienstleister vorlegen: Demnach wurden hierzulande alleine im vergangenen Jahr fast drei Millionen Wertpapierdepots eröffnet. Doch nicht alle Segmente des Bankenmarktes profitieren von diesem Boom.
Ende 2025 unterhielten private Haushalte in Deutschland 37,2 Millionen Wertpapierdepots – das sind 2,8 Millionen mehr als ein Jahr zuvor und entspricht einem Plus von gut acht Prozent. Das geht aus einer Analyse des Onlinebrokers Smartbroker und der Brokerage-as-a-Service-Plattform Lemon Markets hervor. Als Basis der Untersuchung dienten Daten der Deutschen Bundesbank.
Das Wachstum kommt vor allem aus dem Segment der Nicht-Großbanken, darunter Direktbanken, Online-Broker und Neobroker. Sie steigerten ihren Depotbestand 2025 um 15,2 Prozent auf rund 16,2 Millionen Depots. "Digitale Anbieter wuchsen damit nahezu doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt", heißt es in einer Pressemitteilung. In absoluten Zahlen entspreche das rund 2,13 Millionen zusätzlichen Depots und damit dem Löwenanteil des Marktwachstums, rechnen Smartbroker und Lemon Markets vor.
"Menschen wollen investieren"
Das Wertpapiergeschäft der Großbanken stagnierte mit einem Wachstum von 0,1 Prozent dagegen bei 4,61 Millionen Depots, berichten die beiden Unternehmen unter Verweis auf die Bundesbank-Zahlen. Landesbanken hätten um 5,4 Prozent auf 5,68 Millionen Depots zugelegt. Sparkassen seien um 0,7 Prozent auf 1,92 Millionen Depots gewachsen. Kreditgenossenschaften hätten sogar einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent auf 1,51 Millionen Depots verzeichnet. Die Zahlen der Deka und von Union Investment, den zentralen Fondsdienstleistern der Sparkassen respektive der Volks- und Raiffeisenbanken, sind in diesen Angaben allerdings nicht berücksichtigt.
"Neue Depots entstehen dort, wo der Einstieg in wenigen Minuten vom Smartphone aus funktioniert", ist Lemon-Markets-Chef Max Linden überzeugt. "Dass digitale Anbieter doppelt so schnell wachsen wie der Markt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Niedrigschwelligkeit", ergänzt Smartbroker-Vorstand Thomas Soltau. "Wir erleben täglich: Menschen wollen investieren, sie brauchen nur die richtigen Angebote zum richtigen Moment." (bm)















