Capital Pioneers ist Ende September mehrheitlich an die Fondsbörse Deutschland gegangen. Sie hält jetzt zwei Drittel der Anteile an der Plattform, die eine gemeinsame Gründung von des Fondsanbieters Hahn Beteiligungen und Crossbuilders, einem VC-Unternehmen von Sven Sixt, war. Hahn ist noch mit einem Drittel dabei. Capital Pioneers bietet seit ein paar Jahren die digitale Zeichnung alternativer Investmentfonds nach KAGB an. Capital Pioneers soll als Marke bestehen bleiben, obwohl die Fondsbörse Deutschland mit Erstmarkt.de bereits eine eigene Plattform zur digitalen Zeichnung von Sachwert-Anlagen anbietet.

Strategisches Ziel ist es, technische Synergien zu heben sowie mehr Vertriebe, Initiatoren und Anleger zu erreichen. Der Vorstand der Fondsbörse Deutschland, Alex Gadeberg, sieht vor allem in der bisherigen "Umsetzung digitaler Zeichnungsmöglichkeiten im besonders strikt regulierten Markt für alternative Investmentfonds" ein gemeinsames Alleinstellungsmerkmal.

Zwei-Marken-Strategie
Die Fondsbörse Deutschland hat bereits einige Jahre Erfahrung mit einer Zwei-Marken-Strategie. Neben der Plattform Zweitmarkt.de betreibt sie nämlich auch die Handelsplattform Deutsche Zweitmarkt, die ebenfalls Käufer und Verkäufer auf dem Zweitmarkt von Beteiligungen zusammenbringt. Eine unterschiedliche Profilierung werden die beiden Plattformen für den Erstmarkt jedoch haben: Erstmarkt.de bietet ein spezielles Tippgeber-Programm, Capital Pioneers fokussiert "Servicepartner", die ihre Kunden umfangreicher betreuen und ihrerseits stärker von Capital Pioneers unterstützt werden als reine Tippgeber. (tw)