In den EU-Mitgliedstaaten gelten sehr unterschiedliche Obergrenzen für Geschäfte in bar. Um Geldwäsche besser bekämpfen zu können, strebt die EU-Kommission nun eine einheitliche Regelung an, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet. Im Rahmen einer Videokonferenz der Expertengruppe zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung tauschten sich Vertreter der Mitgliedstaaten mit der Brüsseler Behörde aus. Die Kommission präsentierte dort ein dreiseitiges Diskussionspapier zum Thema, das der SZ vorliegt. Darin klagt die Behörde, dass Bares "Instrument der Wahl für Kriminelle" bei der Geldwäsche bleibe, obwohl die Bargeldnutzung insgesamt abnehme. Die Kommission plädiert nun für eine EU-weite Obergrenze für Bargeldzahlungen in Höhe von 10.000 Euro, wobei Mitgliedstaaten das Recht hätten, niedrigere Limits zu setzen.