Einigermaßen überraschend kündigten die beiden Notenbanken US Federal Reserve (Fed) und die Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni an, für eine eventuelle Zinssenkung bereitzustehen – und damit die kurze Zeit geldpolitischer Straffung auch schon wieder zu beenden. Die Abkehr vom Zinserhöhungspfad führte dazu, dass Anleihen über den gesamten Globus hinweg mit einem Volumen von über 13 Billionen Dollar nunmehr negativ rentieren, rechnet die DWS in ihrem aktuellen CIO View vor – ein neuer Negativ-Rekord. Allein in Europa werfen gemessen am Volumen gut drei Viertel aller ausstehenden Staatsanleihen Minusrenditen ab. Betroffen sind vor allem Deutschland und die Niederlande, die bei Anlegern als sichere Häfen gelten. In Deutschland haben bereits rekordhohe 88 Prozent aller ausstehenden Bundesanleihen negative Renditen, hat Bloomberg ausgerechnet. (cf)