Der europäische ETF-Markt hat im zweiten Quartal einen neuen Rekord bei den Mittelzuflüssen erreicht. Nach Angaben von Vanguard flossen zwischen April und Juni netto 132,5 Milliarden US-Dollar in börsengehandelte Indexfonds. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 125 Milliarden Dollar aus dem Vorquartal übertroffen. Allein im Juni verzeichnete der Markt Nettozuflüsse von 46,1 Milliarden Dollar. Im April und Mai lagen sie bei 42,2 beziehungsweise 44,3 Milliarden Dollar.

Auch das erste Halbjahr markierte einen Rekord: Insgesamt sammelten europäische ETFs netto 257,5 Milliarden Dollar ein. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Zuflüsse noch 163 Milliarden Dollar betragen. "Die geopolitische Entspannung und sinkende Ölpreise wirkten positiv auf die Risikostimmung. An den Aktienmärkten der Industrieländer ließ außerdem die Erwartung auf steigende Gewinne durch künstliche Intelligenz die Kurse steigen", erklärt David Hsu, Head of Index Equity und ETF Product Specialism bei Vanguard Europe.