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Die US-Staatsverschuldung könnte langfristig auf 250 Prozent der Wirtschaftsleistung anwachsen, ohne den Druck auf die Zinsen zu erhöhen. Das geht aus einem Papier hervor, das auf der Jackson-Hole-Konferenz der US-Notenbank vorgestellt wurde.
"Solange keine fiskalische Konsolidierung erfolgt, läuft ein Wettlauf zwischen der steigenden Nachfrage einer alternden Bevölkerung nach Vermögenswerten und der wachsenden Neuverschuldung des Staates zur Finanzierung der Ausgaben", schreiben die Autoren. "Ohne tiefgreifende Anpassungen wird das Schuldenangebot schließlich die Nachfrage übersteigen und Zinsen nach oben treiben. In unserem Basisszenario lässt sich die Schuldenquote langfristig auf 250 Prozent des BIP erhöhen – ohne die Zinsen steigen zu lassen", heißt es in der Studie, in der die Autoren bis ins Jahr 2100 blicken.
Das im Juli verabschiedete "One Big Beautiful Bill Act" des republikanisch dominierten Kongresses hat die Diskussion über die Bedeutung steigender Schulden und deren Folgen für die Kreditkosten neu entfacht. Ende 2024 entsprach die öffentliche US-Staatsverschuldung rund 97 Prozent des BIP.













