Der Iran-Krieg treibt die Kosten in China nach oben – mit spürbaren Folgen: Die Fabrikpreise legen so stark zu wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr, während die Margen der Unternehmen schrumpfen. Wie das Nationale Statistikamt (NBS) in Peking am Montag (11.5.) mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise im April im Jahresvergleich um 2,8 Prozent. Im März hatte der Anstieg noch 0,5 Prozent betragen. Damit verzeichnet China den stärksten Zuwachs seit Juli 2022 – und deutlich mehr als von Ökonomen erwartet. In einer "Bloomberg"-Umfrage lag die mittlere Prognose lediglich bei plus 1,8 Prozent. Auch die Verbraucherpreise entwickelten sich stärker als erwartet. Trotz sinkender Lebensmittelpreise stieg die Inflation im April im Jahresvergleich auf 1,2 Prozent. Analysten hatten nach einem Wert von einem Prozent im März mit einer leichten Abschwächung gerechnet.