Die Weltbank hat ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr erneut gesenkt. Auf Sicht mehrerer Jahre sei mit überdurchschnittlicher Inflation und unterdurchschnittlichem Wachstum zu rechnen – mit potenziell destabilisierenden Folgen für Länder mit niedriger bis mittlerer Wirtschaftskraft. Für 2022 rechnet die Weltbank nun nur noch mit 2,9 Prozent Wirtschaftswachstum, nach 4,1 Prozent in der Januar-Schätzung und 3,2 Prozent in der Prognose vom April. Hintergrund der erneut pessimistischeren Sicht sind der Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise, die Verwerfungen der Lieferketten im Zuge des russischen Einmarschs in der Ukraine sowie der Schwenk der Notenbanken der Welt hin zu einer restriktiveren Geldpolitik mit höheren Zinsen.