Die Anzahl der Kreditinstitute in Deutschland ist 2018 zwar um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, allerdings verlangsamte sich der Konsolidierungstrend signifikant gegenüber 2017, als das Minus noch bei 4,7 Prozent gelegen hatte. Das geht aus einer Studie der Düsseldorfer Barkow Consulting hervor.

Auch 2018 ist der Rückgang im genossenschaftlichen Sektor mit minus 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr am stärksten ausgefallen. Im Sparkassensektor ist die Anzahl der Institute um 1,3 Prozent gesunken, bereinigt um einen statistischen Sondereffekt. In beiden Sektoren hat der Konsolidierungstrend nachgelassen, im Sparkassensektor besonders stark.

Die Privatbanken konnten sich der Studie zufolge erstmals seit 2013 dem Konsolidierungstrend vollends entziehen. Im privaten Sektor stieg die Anzahl der Kreditinstitute um vier oder 1,5 Prozent gegenüber 2017 an – der stärkste Anstieg seit der Finanzkrise im Jahr 2009. Ursächlich für den Anstieg der Privatbanken sind laut Barkow die in Deutschland aktiven Auslandsbanken, deren Anzahl seit dem Brexit-Referendum 2016 bereits im zweiten Jahr in Folge geklettert sei. (mb/Bloomberg)