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EZB-Direktor Piero Cipollone sieht ein Haltelimit von rund 3000 Euro für Guthaben in einem möglichen digitalen Euro weiterhin als angemessen an. Die Europäische Zentralbank werde diese Schwelle jedoch erneut prüfen, sobald das Projekt in die konkrete Umsetzungsphase gehe, erklärte der Vertreter des sechsköpfigen Direktoriums gegenüber der japanischen Zeitung "Nikkei".
Nach seinen Angaben deutet eine aktuelle EZB-Studie darauf hin, dass ein solches Limit keine Risiken für die Stabilität des Finanzsystems verursachen würde. Da der digitale Euro funktional einer Banknote ähnele, müssten etwaige Beschränkungen für die Haltung der digitalen Währung stets gut begründet und verhältnismäßig sein.
Cipollone betonte zudem, dass Obergrenzen vor allem verhindern sollen, dass größere Summen von Bankkonten in digitale Euro-Wallets abgezogen werden. Ein solches Verhalten könnte Kreditinstitute unter Druck setzen. "Mit Haltegrenzen wollen wir dieses Risiko minimieren und gleichzeitig die freie Nutzung des digitalen Euro sicherstellen", sagte er. Der EZB gehe es in erster Linie darum, die Finanzstabilität nicht zu gefährden.















